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Strategien - Finanzen

Finanzen

Sinn und Zweck von erfolgreichem Money Management ist es den Profit zu maximieren und gleichzeitig das Risiko eines Totalverlustes zu minimieren. Ein gutes Money Management System sollte jedenfalls in der Lage sein einen Profit abzuwerfen wenn man mehr Wetten gewinnt als verliert.

Die wichtigsten Regeln:

Wettbudget
Das Wettbudget ist bekannt und wird ausschließlich für Wetten verwendet. Die Höhe des Wettkapitals muss so bemessen sein, dass ein Totalverlust keine einschneidenden Konsequenzen auf das Alltagsleben hätte
Risikoprofil
Man soll sich für ein Money Management System entscheiden welches dem eigenen Charakter (Risikoprofil) am besten entspricht
Totalverlust
Das Money Management soll das Risiko eines Totalverlustes minimieren. Kommt es zu mehreren aufeinanderfolgenden Verlusten dann soll die Wettstrategie fortgesetzt werden können.
Maximierung
Das angewandte Money Management System soll die Gewinne maximieren

Erfolgreiches Money Management

Die Fähigkeit den Ausgang von Wettereignissen besser vorauszusagen als der Buchmacher

Die Höhe der Wetteinsätze mit Hilfe eines effizienten Money Management Systems festzulegen

Disziplin besitzen und Sportwetten nicht nur als Hobby sondern als Investition sehen


Nur wenn man alle drei Bedinungen erfüllt sind wird man langfristig mit Sportwetten Geld verdienen. Wenn man ernsthaft langfristigen Profit erzielen will, sollte man sich mit Money Management auseinandersetzen, und gewillt sein viel Zeit zu investieren!

Einheiten

Beim Einheiten-System wird mit variablen Einsätzen gespielt. Dafür wird jede Wette mit einem Sicherheitsfaktor von 1 bis 10 einsortiert. 1 entspricht einer unsicheren Wette oder Kombination mit 1 Prozent des gesamten Kapitals als Einsatz. 10 entspricht einer sehr sicheren Wette oder Kombination mit 10 Prozent des Gesamtkapitals als Einsatz.
Das heisst: der maximale Einsatz wird gleichmäßig in zehn Teile aufgeteilt, dabei entspricht der maximale Einsatz 10% eures gesamten Kapitals. Wenn das Gesamtkapital 100€ beträgt, dann entsprechen 1/10 Einheiten 1,00 €.
Bitte beachtet hingehend zum Money Management:
Mittels Money-Management soll das Risiko eines Totalverlustes auf ein Minimum reduziert werden. Das angewandte Money-Management Wett-System muss auf Gewinn ausgerichtet sein.

Dynamische Einsätze

Wie beim Money Management mit flachen Einsätzen wird auch hier ein bestimmter Prozentsatz vom gesamten Wettkapital als Grundeinsatz festgesetzt.

Angenommen uns stehen € 1500 als Wettkapital zur Verfügung und wir möchten je Wette 2% davon riskieren € 30). Gewinnen wir die erste Wette zu einer Quote von 2,5 mit dem Einsatz von € 30, dann erhöht sich das Wettkapital auf insgesamt € 1545. Der Einsatz auf die nächste Wette wäre folglich 30,9 Euro (2% von 1.545 Euro).

Problematisch an dieser Art des Money Managements ist vor allem der Umstand, dass man selbst mit viel Wissen über Sportwetten und einer guten Wettauswahl Verluste einfahren kann. Zur Verdeutlichung der letzten Aussage ein Beispiel.

Kapitalbeispiel
Wettkapital: € 1.500
Einsat/Wette: 2,00%
Quote: 2,00
Gespielte Wetten: 119
Gewonnene Wetten: 60
Verlorene Wetten: 59

Nehmen wir der Einfachheit halber an, dass man die ersten 60 Wetten in Folge gewinnt und daraufhin 59 Wette nacheinander verliert. Obwohl man bei ausgeglichenen Quoten eine Trefferrate von 50,4% erzielt hat, steht der Gesamtsaldo nach 119 Wetten bei 1.494 Euro. Sechs Euro Verlust erscheinen zwar auf den ersten nicht viel, doch muss man sich auch vor Augen führen, dass man mit flachen Einsätzen einen Gewinn von 30 Euro erzielt hätte.

Hauptargument der Verfechter von dynamisch angepassten Einsätzen ist, dass man durch die ständig steigenden Wetteinsätze während einer langen Gewinnsträhne mehr Geld gewinnt als mit flachen Einsätzen.Durch die Einsatzerhöhung (Prozentsatz vom Wettkapital) sammelt man quasi „Zinseszinsen“.

Flache Einsätze

Money Management mit flachen (gleich bleibenden) Einsätzen stellt nicht zufällig den Benchmark für erfolgreiche Kapitalverwaltung dar und wird von zahlreichen professionellen Sportwettern eingesetzt. Man nehme einen fixen prozentualen Betrag des gesamten Wettbudgets und setze diesen Betrag dann auf jede Wette. Ein bis zwei Prozent vom ursprünglichen Wettkapital sollten dabei pro Wette veranschlagt werden. Im Vergleich mit anderen Money Management Methoden wird das Risiko eines Totalverlustes erheblich minimiert.

Wir gehen von einem Startkapital von 1.000 Euro aus und setzen 2 %, also 20 Euro, je Wette ein. Nach 100 gewonnen und 60 verlorenen Wetten (der Einfachheit halber gehen wir davon aus dass alle Wetten mit einer Quote von 2,0 gespielt wurden) erreichen wir ein Gesamtkapital von 1.800 Euro und beschließen den relativen Wetteinsatz von 2% nun auf das Wettkapital von 1.800 Euro zu beziehen; somit setzen wir ab nun 36 Euro auf jede Wette.
Jeder der schon einmal über einen längeren Zeitraum gewettet hat weiß, dass immer wieder Pechsträhnen einsetzen gegen die man mehr oder minder machtlos ist und so geschieht es, dass wir von den folgenden 160 Wetten nur 70 gewinnen und 90 verlieren (der Einfachheit halber gehen wir wieder davon aus, dass alle Wetten mit einer Quote von 2,0 abgeschlossen wurden).
Unser Wettkapital beträgt daher folglich nur noch 1.080 Euro obwohl wir von insgesamt 320 Wetten 170 gewonnen haben was wiederum 53,1% entspricht. Hätten wir den ursprünglichen Wetteinsatz von 20 Euro je Wette beibehalten so würde das Gesamtkapital 1.400 Euro betragen.

Kelly System

Wetteinsätze mit der Money Management Strategie nach Kelly zu bestimmen ist unter Sportwettern durchaus beliebt. Die Kelly Strategie zielt vor allem auf eine Gewinnmaximierung ab ist jedoch mit verhältnismäßig hohen Wetteinsätzen verbunden.

John Larry Kelly jr

John Larry Kelly, jr

Das Risiko eines Totalverlustes des Wettkapitals ist zwar durch die Kelly Formel ausgeschlossen, wettet man aber strikt nach Kelly dann können die Auf- und Abwärtsbewegungen des Wettkapitals extrem sein. Nur wenn man „Value“ in den angebotenen Quoten findet kann man durch Kelly erfolgreich sein.

Ein Buchmacher bietet bei einem Tennismatch für beide Spieler die Siegquote 1,80 an. Eine Quote von 1,80 bedeutet nach der Rechnung 1 / 1,80 dass die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt bei 55,5% liegt.
Hat man nach einer eingehenden Analyse allerdings festgestellt, dass die tatsächliche Gewinnwahrscheinlichkeit für Spieler A bei 65% liegt (die richtige Quote wäre somit 1/65*100 = 1,54), dann kann man mit Hilfe der Kelly Formel den optimalen Wetteinsatz berechnen. Wir gehen dabei von einem gesamten Wettbudget von € 1.000 aus.
Kelly Formel: Wetteinsatz = Gesamtes Wettbudget x Vorteil / (Quote-1)

Um die korrekten Werte in diese Formel einsetzen zu können, muss in einer Zwischenrechnung noch der „Vorteil“ errechnet werden. Der „Vorteil“ gibt an wie hoch der „Value“ einer Wette ist.
Vorteil = (Wahrscheinlichkeit x Quote – 1)

Somit ergibt durch Einsetzen in die Kelly Formel folgender Einsatz für das gewählte Beispiel
Wetteinsatz nach Kelly: € 1.000 x (0,65 x 1,80 – 1) / (1,80 – 1) = € 212,50

Wie hoch die tatsächliche Wahrscheinlichkeit für den Ausgang eines Spiels ist lässt sich aufgrund der vielen Einflussfaktoren (z.B. Wetter, Motivation, Verletzungen etc.) natürlich nicht mit absoluter Sicherheit bestimmen. Jeder Wetter wird hier andere Gewichtungen der jeweiligen Einflussfaktoren heranziehen, sodass der errechnete Vorteil und die sich daraus ergebende Einsatzhöhe immer subjektiv sind.Je höher der errechnete Vorteil ist desto höher ist der Wetteinsatz beim Money Management nach Kelly. Ebenso ist das Kelly System ebenfalls darauf ausgerichtet höher auf Favoriten und niedriger auf Außenseiter zu setzen; dies ergibt sich durch die obige Formel.

Beispiele für dynamische Komponenten
Dynamische Komponenten sind Einflussfaktoren deren Gewichtung von Spiel zu Spiel verschieden sein kann. Hier kommt es sehr stark auf das Feingefühl des Wetters an.

– Motivation: kämpft ein Team gegen Abstieg? Derby? Duell um einen Europacup Startplatz? etc etc.
– Rasenzustand, Platzverhältnisse
– „Hexenkessel“ bei Heimspielen, starker Fansupport bei Auswärtsspielen …
– Frische vs. Müdigkeit eines Teams
– Wettervorhersage
– Sperren, Verletzungen

Beispiele für statische Komponenten
Mit statischen Komponenten sind Statistiken gemeint welche man quasi starr übernehmen kann. Es gibt zahlreiche Quellen im Internet welche sich mit Statistiken im Fussball befassen. Die Gewichtung von statischen Komponenten muss nicht ständig angepasst werden.

– Ligastatistiken: z.B. Verteilung von Siegen und Niederlagen während der letzten fünf Jahre
– Head-to-Head Vergleiche: wie zwei Teams in der Vergangenheit gegeneinander gespielt haben
– Teamstatistiken: z.B. Verteilung von „Over“ oder „Under“ Spielen in der Vergangenheit; erzielte Tore vs. Gegentreffer, Heimsiege vs. Auswärtssiege etc.

Die oben aufgezählten statischen und dynamischen Komponenten sind nur ein Teil dessen was wirklich in eine gute Spielprognose einfließt. Wichtig ist nicht die Anzahl der Faktoren die berücksichtigt werden; die Zauberformel ist viel eher die richtige Gewichtung der einzelnen Faktoren.
Viele Wege führen zum Ziel, daher gibt es nicht das eine Prognosesystem welches jeder erfolgreiche Wetter verwendet. Hinter jedem erfolgreichen Prognosesystem steckt wochen- oder monatelange Entwicklungszeit. Ständiges Testen und die Anpassung der eigenen Methode sind ein wesentlicher Bestandteil des Weges zum Erfolg.

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